Tief eingeschnittener Graben am Rand des Dinkelbergs (Muschelkalk) mit speziellen klimatischen Verhältnissen. Vorkommen von Ahorn-Eschen-Schluchtwald mit vielen selten gewordenen Pflanzen, wie der Hirschzunge, ein Farn. Im Mittelteil der Schlucht Buchenmischwälder mit artenreicher Strauch- und Krautschicht. Während der Blütezeit (April und Mai) grosse Flächen von Blausternen (Scilla bifolia) Waldmeister (Galium odoratumoder) oder Bärlauch (Allium ursinum). Während der Bärlauchblüte riecht der ganze Wald nach dieser Pflanze. Vorkommen der seltenen Pimpernuss (Staphylea pinnatabeim) beim Taleingang. Durchsetzt wird das Gebiet durch verschiedene kleine Steinbrüche mit Felsterrassen und Blockhalden als Zeugnis des früheren Gipsabbaus. Die hohe Strukturvielfalt hat auch eine artenreiche Tierwelt zur Folge. Besonders zu erwähnen sind die Brutpaare des Berglaubsängers (Phylloscopus bonelli) und von Rot- und Schwarzmilan. Der Leuengraben ist ein sensibles Naturschutzgebiet mit Gebieten, die durch den Menschen kaum gestört wurden. Besucher werden gebeten, diesen speziellen Charakter des Gebietes zu respektieren. Daher sollte auch der Besuch von grossen Gruppen und Schulklassen vermieden werden. Rundgang Beginn des Leuengrabens beim "Markhof" (1km E vom Dorfeingang Wyhlen auf der Strasse nach Herten N 47° 32' 59" / E 07° 42' 53"). An der Hauptstrasse gibt es einen Bauernladen mit Direktvermarktung. Am Waldrand befindet sich eine kleine Fischzuchtanlage, die von dem sauberen Bergbächlein gespeist wird. An einer Hütte befinden sich Hinweise zu der Ruine Hertenberg, von der jedoch auf dem Schlosskopf (372 müM) nur noch wenige Reste erhalten ist. Der Weg folgt dem Hauptweg, vorbei an dem Naturschutzgebietsschild und später immer weiter entlang des meist ausgetrockneten Bachlaufes. Diesen Bachlauf folgend sind links und rechts Felswände zu sehen. Nach etwa 45 Minuten verlässt der Weg den Bachlauf und führt aufwärts bis zu einem Hauptweg dem in rechter Richtung zu folgen ist. Nach weiteren 30 Minuten öffnet sich der Wald und erlaubt den Blick auf den Schweizer Jura. Wir halten uns entweder direkt abwärts auf kleinen Wegen oder folgen dem Hauptweg über eine grössere Schleife bis wir wieder am Markhof ankommen. |